Tag der deutschen Wirtschaft in Usbekistan: Wichtige Vereinbarungen erörtert
In der Hauptstadt fand das große internationale Forum „Tag der deutschen Wirtschaft in Usbekistan“ statt, das der Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland gewidmet war. Die Veranstaltung im Hyatt Regency Tashkent entwickelte sich zu einer wichtigen Dialogplattform zur Stärkung der bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, zur Erweiterung der Investitionspartnerschaft und zur Weiterentwicklung der industriellen Kooperation.
Organisiert wurde das Forum von der AHK Zentralasien, der Vertretung der deutschen Wirtschaft in Zentralasien, in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan sowie der GIZ. An der Veranstaltung nahmen Vertreter staatlicher Stellen beider Länder, internationaler Finanzinstitutionen, großer Industrieunternehmen, Investoren, Wirtschaftsvertreter und internationale Experten teil. Das Forum verdeutlichte erneut das wachsende Interesse deutscher Unternehmen am usbekischen Markt, die günstigen Bedingungen für ausländische Investoren im Land sowie die hohe internationale Anerkennung der wirtschaftlichen Reformen in Usbekistan.
An der Eröffnung nahm der Premierminister der Republik Usbekistan, Abdulla Aripov, teil. Er betonte, dass Deutschland zu den wichtigsten wirtschaftlichen Partnern Usbekistans zählt. Zudem sprach er über die im Land geschaffenen günstigen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren, die Förderung industrieller Kooperation sowie gemeinsamer Projekte.
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Ziel der Veranstaltung war es, den direkten Dialog zwischen den Wirtschaftsvertretern beider Länder zu intensivieren, die Investitionszusammenarbeit zu stärken und neue Möglichkeiten für gemeinsame Industrieprojekte zu schaffen. Besondere Aufmerksamkeit galt auch Fragen zur Lösung bestehender Herausforderungen im Geschäftsalltag, zur Vereinfachung administrativer Verfahren sowie zur Erweiterung der Zusammenarbeit in den Bereichen Logistik und Infrastruktur.
„Die Zusammenarbeit zwischen unseren Staaten entwickelt sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Bereichen dynamisch“, erklärte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan, Manfred Huterer. „Derzeit sind in Usbekistan mehr als 200 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung tätig. Insbesondere im Bereich Arbeitsmigration haben sich die Kooperationsmöglichkeiten erweitert. Das Anfang 2025 in Kraft getretene umfassende Partnerschaftsabkommen im Bereich Migration und Mobilität bildet hierfür eine solide Grundlage. Es erleichtert usbekischen Fachkräften die legale Beschäftigung und Ausbildung in Deutschland.“
Im Rahmen des Forums fanden zwei zentrale Podiumsdiskussionen statt. Im ersten Panel wurden aktuelle Fragen der Tätigkeit deutscher Unternehmen und Investoren in Usbekistan behandelt. Dabei wurden Vorschläge zur Investitionspolitik, zur Vereinfachung administrativer Verfahren, zu rechtlichen Garantien und zur weiteren Verbesserung des Geschäftsklimas erörtert.
Im Verlauf der Diskussionen wurde hervorgehoben, dass praktische Anliegen von Investoren zunehmend schneller gelöst und neue Industrieprojekte aktiv unterstützt werden.
„Unser Unternehmen ist seit 2018 in Usbekistan tätig“, erklärte SCHNEIDER GROUP-Managerin Nazokat Rasulova. „Derzeit betreuen wir mehr als 100 Organisationen mit Beratungsleistungen in den Bereichen Buchhaltung, Steuern und Rechtsfragen. Unser Ziel ist es, ausländische Unternehmen nach Usbekistan zu bringen.“
Das zweite Thema des Forums war der Zusammenarbeit im Bereich berufliche Bildung und Fachkräfteausbildung gewidmet. Dabei wurden Fragen der Einführung des dualen Bildungssystems nach deutschem Vorbild, der Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für die Industrie sowie der Anpassung von Bildungsprogrammen an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes erörtert.
Es wurde betont, dass Ausbildungsprogramme nach deutschen Standards in Usbekistan einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Arbeitsmarktes und zur Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte leisten.
Zum Abschluss vereinbarten die Teilnehmer, den gegenseitig vorteilhaften Dialog über die weitere Ausweitung der wirtschaftlichen Partnerschaft, die Vertiefung der Investitionszusammenarbeit und die Umsetzung neuer gemeinsamer Projekte fortzusetzen.
Kamola Yusupova, Fotos von Oybek Pardayev, UzA