Dr. Uwe Knotzer: „Wir glauben an die langfristige Entwicklung und das industrielle Potenzial Usbekistans“
Die Reformen, die wirtschaftliche Liberalisierung und die Modernisierung der Industrie in Usbekistan eröffnen ausländischen Investoren neue Perspektiven, wie die seit 1999 andauernde erfolgreiche Geschäftstätigkeit der Knauf-Gruppe in diesem Land zeigt.
Dr. Uwe Knotzer, geschäftsführender Gesellschafter der Knauf-Gruppe, war der erste Gast im Rahmen des Projekts „Usbekistan – Deutschland: 35 Jahre Entwicklung und Partnerschaft“, das gemeinsam mit der Deutschen Botschaft in Usbekistan organisiert wurde. Er äußerte sich zu den laufenden Reformen in Usbekistan, dem Investitionsklima und den zukünftigen Möglichkeiten für eine industrielle Zusammenarbeit mit Deutschland.
– In den letzten Jahren hat Usbekistan bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Das Land ist offener für internationale Zusammenarbeit, investiert in Industrie und Infrastruktur und schafft günstige Rahmenbedingungen für langfristige Investitionen.
Wir sind stolz darauf, nicht nur zur Entwicklung der Baustoffindustrie beizutragen, sondern auch zur beruflichen Bildung, zum Technologietransfer und zur Einführung hoher Qualitätsstandards.
Besondere Aufmerksamkeit verdient unser Engagement in der Region Bukhara. Was 2009 mit der Aufnahme der Produktion von Trockenbau-Gipsmischungen begann, haben wir zu einem modernen Werk zur Herstellung von Gipskartonplatten ausgebaut.
Heute betreibt Knauf drei Gipsproduktionsstätten in Usbekistan. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Aufnahme der Mineralwolleproduktion in Taschkent, die dazu beiträgt, die wachsende Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden zu decken.
Am wichtigsten sind jedoch die Menschen. Wir arbeiten mit hochqualifizierten und engagierten usbekischen Fachkräften zusammen. Unsere Erfahrung zeigt, dass langfristiger Erfolg auf Vertrauen, Partnerschaft und einem gemeinsamen Engagement für die Entwicklung beruht.
Aus Investorensicht verdienen insbesondere die Reformen Anerkennung, die wirtschaftliche Offenheit, industriellen Fortschritt und private Initiative fördern, ebenso wie der sich ausweitende Dialog zwischen staatlichen Stellen und der Wirtschaft.
Mit Blick auf die Zukunft werden regulatorische Stabilität, fairer Wettbewerb und die konsequente Umsetzung beschlossener Entscheidungen die Attraktivität Usbekistans für Investoren steigern. Ich sehe in dem Land erhebliches Potenzial in den Bereichen energieeffizientes Bauen, berufliche Bildung, industrielle Digitalisierung und fortschrittliche Fertigung.
Deutschland kann technologische Lösungen, ingenieurtechnisches Fachwissen und industrielles Know-how bereitstellen. Usbekistan bietet einen wachsenden Markt und junge Arbeitskräfte mit großem Potenzial. Ich bin überzeugt, dass die nächste Phase der Zusammenarbeit auf Innovation, der Qualifizierung der Arbeitskräfte und einer langfristigen industriellen Partnerschaft aufbauen wird.
Ich gratuliere der Bevölkerung Usbekistans herzlich zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit und wünsche Ihrem Land weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zur Modernisierung und zum wirtschaftlichen Fortschritt.
Usbekistan ist nicht nur ein vielversprechender Markt, sondern auch ein verlässlicher Partner für eine langfristige industrielle Zusammenarbeit. Unsere mehr als 20-jährige Erfahrung bestätigt dies. Das Land investiert in seine Zukunft, schafft neue Möglichkeiten und stärkt seine Position als wichtiger Wirtschaftspartner in der Region.
Nasiba Ziyodullayeva, UzA