Diskussion über rechtliche Strategien zur Verhinderung von Femizid
Das Nationale Menschenrechtszentrum der Republik Usbekistan veranstaltete einen internationalen Runden Tisch zum Thema „Rechtliche Mechanismen zur Verhinderung von Femizid: von internationalen Standards zur nationalen Praxis“.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Regierungsstellen, internationalen Organisationen, der Justiz, Strafverfolgungsbehörden, der Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Institutionen teil.
Die Veranstaltung wurde vom Nationalen Menschenrechtszentrum der Republik Usbekistan gemeinsam mit dem OSZE-Projektkoordinator in Usbekistan, UN Women, dem Obersten Gerichtshof der Republik Usbekistan und der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Usbekistan organisiert.
Dilnoza Muratova, stellvertretende Direktorin des Nationalen Menschenrechtszentrums von Usbekistan, eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass die Prävention von Gewalt gegen Frauen eine oberste Priorität in der Menschenrechtspolitik des Landes darstelle. Im Jahr 2025 wurde die obligatorische Versöhnungsfrist in Scheidungsfällen, in denen Gewalt eine Rolle spielte, abgeschafft, und im März desselben Jahres erließ der Präsident ein Dekret zur systematischen Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Im Mittelpunkt des Runden Tisches standen insbesondere globale Strategien zur Prävention geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte an Frauen.
Lara Scarpitta, leitende Beraterin für Geschlechterfragen bei der OSZE und Leiterin des Programms für Geschlechterfragen im Büro des OSZE-Generalsekretärs, betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt. Dieser Ansatz sollte sich auf die Verbesserung der Gesetzgebung, die Schaffung eines wirksamen Präventionssystems, die Gewährleistung einer zuverlässigen Datenerhebung und die Förderung einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Behörden konzentrieren.

Die Veranstaltung beleuchtete die nationalen Bemühungen Usbekistans zur Prävention von Gewalt gegen Frauen, darunter Maßnahmen der Innenbehörden, der Staatsanwaltschaft und der Justiz sowie die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Unterstützung von Frauen, die von Gewalt betroffen sind.

Im Anschluss an den Runden Tisch wurde die Bedeutung einer fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen der Republik Usbekistan, der OSZE, UN Women und anderen internationalen Partnern hervorgehoben.
Nazokat Usmanova, UzA