Die Zusammenarbeit mit Deutschland wird ausgebaut
Der Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation, Kongratbay Sharipov, traf sich mit Vertretern des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (Fraunhofer IPK).
Bei dem Treffen betonte Usbekistan, dass es die Expertise des Fraunhofer IPK in den Bereichen angewandte Forschung, Technologietransfer und Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Industrie als besonders wertvoll erachtet.
Die Teilnehmer erörterten Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland in den Bereichen Hochschulbildung, Wissenschaft, Innovation und Industrie. Sie betonten, wie wichtig es sei, Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen, den Technologietransfer zu verstärken und die digitale Transformation von Fertigungsprozessen voranzutreiben.

Es wurden mehrere konkrete Initiativen zur Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit vorgeschlagen. Insbesondere wurde ein Jugendmobilitätsprogramm zwischen dem Fraunhofer-Institut und Usbekistan vorgeschlagen, das sich die internationalen Mobilitäts- und „Fraunhofer Attract“-Förderprogramme des Fraunhofer-Instituts zunutze macht. Die Initiative zielt darauf ab, jungen usbekischen Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte von drei bis sechs Monaten in Fraunhofer-Labors zu ermöglichen. Anschließend können sie an Projekten teilnehmen, die auf die Kommerzialisierung wissenschaftlicher Innovationen in lokalen Unternehmen ausgerichtet sind.
Zu den Vorschlägen gehörten die Einrichtung einer Fraunhofer-Innovationsplattform an der Staatlichen Technischen Universität Taschkent sowie die Gründung eines Labors für digitale Robotik und künstliche Intelligenz an der Universität für Architektur und Bauingenieurwesen in Taschkent.

Die Parteien erörterten zudem die Möglichkeit, gemeinsam ein Pilotprojekt zur Rückgewinnung von Ressourcen aus Industrie- und Abwasser einzureichen. Dieses Projekt würde im Rahmen eines vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Förderprogramms für Zentralasien vorgeschlagen werden.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einbindung wissenschaftlicher Fortschritte in die Industrie über internationale Plattformen sowie auf der Nutzung der Fraunhofer-Expertise im Bereich der Kommerzialisierung.
Muhayyo Toshqorayeva, UzA