Belgrad ist Gastgeber der ersten Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission Usbekistan–Serbien
Die erste Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Serbien fand kürzlich in Belgrad statt und wurde gemeinsam vom Minister für Investitionen, Industrie und Handel der Republik Usbekistan, Laziz Kudratov, und dem Minister für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit der Republik Serbien, Nenad Popović, geleitet.
Bei dem Treffen, an dem Vertreter der zuständigen Ministerien, Behörden und Regionen teilnahmen, wurde betont, dass der offizielle Besuch des Präsidenten in Serbien ein neues Kapitel in der Partnerschaft einleiten werde. Der Beginn der Arbeit der Kommission stärkt das politische Engagement der Staatschefs beider Länder durch konkrete wirtschaftliche Initiativen.
Zudem wurde festgestellt, dass das Inkrafttreten des Abkommens über wirtschaftliche Zusammenarbeit und des Abkommens über die gegenseitige Förderung und den Schutz von Investitionen einen soliden rechtlichen Rahmen für den Ausbau der Geschäftsbeziehungen schafft.

Im Rahmen der Gespräche über den gegenseitigen Handel bereiteten die Parteien die Unterzeichnung einer gemeinsamen Deklaration zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe für die Aushandlung eines Freihandelsabkommens vor. Ziel ist es, den bilateralen Handel zu liberalisieren, bessere Bedingungen für den Austausch von Waren und Dienstleistungen zu schaffen und das Handelsvolumen zu steigern.
Derzeit sind zehn Unternehmen mit serbischem Kapital in Usbekistan tätig. Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit wurden insbesondere in den Bereichen Lokalisierung von Bauteilen und der Arzneimittelindustrie, Textilherstellung, Saatgutzüchtung, Gartenbau und Milchverarbeitung identifiziert.
Zur Optimierung des Güterverkehrs wurde vorgeschlagen, ein elektronisches System für Genehmigungen und vorläufige Zolldaten einzuführen, wodurch die Abhängigkeit von Papierdokumenten verringert würde. Im Bereich der Infrastruktur prüfte Usbekistan Möglichkeiten zur Beteiligung an der Modernisierung des serbischen Eisenbahnnetzes, beispielsweise durch den Ausbau eines 200 Kilometer langen Abschnitts.
Die Parteien beabsichtigen, internationale Messeplattformen zu nutzen und gemeinsame Wirtschaftsevenements zu organisieren, um Produkte und Investitionsvorschläge beider Länder zu präsentieren, potenzielle Partner zu finden und Möglichkeiten für branchenübergreifende Zusammenarbeit zu erkunden. Eine geplante Veranstaltung ist die EXPO 2027, die in Belgrad stattfinden soll.
Neben wirtschaftlichen Themen sprachen die Teilnehmer über die Zusammenarbeit in den Bereichen gemeinsame wissenschaftliche Forschung, akademischer Austausch, Kultur und Tourismus, Arbeitsmigration sowie Sozialschutz. Sie sprachen sich zudem für die Stärkung der Partnerschaft zwischen Taschkent und Belgrad, Samarkand und Novi Sad sowie zwischen der Region Samarkand und der Autonomen Provinz Vojvodina aus.
Guzal Sattorova, UzA