Baku ist Gastgeber der 13. Sitzung des Weltstädteforums: Schwerpunkt auf nachhaltiger Entwicklung und einer sicheren Zukunft
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Aserbaidschans (AZERTAC) berichtet, findet die 13. Sitzung des Weltstädteforums (WUF13) vom 17. bis 22. Mai dieses Jahres in der aserbaidschanischen Hauptstadt statt. Das Hauptthema der bevorstehenden Großveranstaltung lautet „Housing the world: Safe and resilient cities and communities“.
Das Weltstädteforum (WUF), das 2001 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, ist eine hochrangige und maßgebliche Plattform. Das Forum befasst sich mit kritischen aktuellen Herausforderungen, die sich aus der raschen, oft ungeplanten Urbanisierung, dem Klimawandel und wachsenden sozialen Ungleichheiten ergeben.
Die Veranstaltung wird vom Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat) organisiert und koordiniert. Diese 1977 gegründete Organisation hat den Auftrag, sozial und ökologisch nachhaltige Städte zu fördern, um angemessenen Wohnraum für alle zu gewährleisten. Das erste Forum fand 2002 in Nairobi, Kenia, statt, wo die Organisation ihren Hauptsitz hat.
Die Teilnehmer des WUF13 werden sich intensiv mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) befassen, insbesondere mit Ziel 11, das darauf abzielt, Städte bis 2030 inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Experten gehen davon aus, dass bis 2050 der Großteil der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben wird, was eine erhebliche Belastung für die Infrastruktur und die Umwelt darstellt. Daher wird besonderes Augenmerk auf die Bereitstellung von barrierefreiem Wohnraum, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Abfallwirtschaft und die Anpassung der Städte an den Klimawandel gelegt.
Zudem basiert die Arbeit des Forums auf der New Urban Agenda, die 2016 von den Staats- und Regierungschefs der Welt in Ecuador verabschiedet wurde. Dieses Dokument dient als globaler Fahrplan für die Schaffung kompakter, intelligenter Städte mit gut ausgebautem umweltfreundlichem Verkehr und geschütztem Kulturerbe.
Die Vorbereitungen für dieses bedeutende Ereignis in Aserbaidschan werden auf höchster staatlicher Ebene getroffen. Das Gastgeberlandabkommen zwischen der Regierung Aserbaidschans und den Vereinten Nationen wurde im März 2024 von Präsident Ilham Aliyev offiziell genehmigt. Anar Guliyev, Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Stadtplanung und Architektur, wurde zum nationalen Koordinator für das WUF13 ernannt, und ein spezielles Organisationskomitee ist aktiv tätig.
Das bevorstehende Forum in Baku wird voraussichtlich hochrangige Regierungsvertreter, Vertreter internationaler Organisationen sowie weltweit führende Experten für Architektur und Stadtplanung zusammenbringen.
Wie AZERTAC berichtet, gilt das Weltstädteforum nach der UN-Klimakonferenz (COP) als zweitgrößte und strategisch wichtige globale Plattform innerhalb des UN-Systems. Die Ausrichtung des WUF13 unterstreicht die zunehmend einflussreiche Rolle Aserbaidschans in globalen städtischen Prozessen und bietet die Gelegenheit, die Errungenschaften des Landes in den Bereichen Stadtentwicklung und großflächige Gebietssanierung einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Veranstaltung wird als wichtige Plattform für den Aufbau neuer internationaler Partnerschaften dienen, die sich der globalen nachhaltigen Entwicklung widmen.
UzA