Usbekistan und Frankreich verstärken ihre interparlamentarische Zusammenarbeit
Eine Delegation unter der Leitung von Catherine Hervieu, Abgeordnete der Nationalversammlung für den 2. Wahlkreis von Côte-d’Or und Vorsitzende der Freundschaftsgruppe Frankreich–Zentralasien, besuchte die Gesetzgebungskammer des Oliy Majlis der Republik Usbekistan und traf dort mit dem stellvertretenden Parlamentspräsidenten Rahimjon Hakimov zusammen.
Während des Treffens wurde hervorgehoben, dass Usbekistan und Frankreich in den Bereichen Handel, Energie, Bildung sowie Kultur und humanitäre Zusammenarbeit ein reges Wachstum verzeichnen. Am 12. März 2025 unterzeichneten Präsident Shavkat Mirziyoyev und Präsident Emmanuel Macron in Paris eine gemeinsame Deklaration, mit der offiziell eine strategische Partnerschaft begründet und die bilateralen Beziehungen auf eine neue Ebene gehoben wurden.
Der stellvertretende Vorsitzende der Legislativkammer des Oliy Majlis, Rahimjon Hakimov, gab einen detaillierten Überblick über die umfassenden demokratischen Reformen, die in Usbekistan umgesetzt wurden. Er hob die erweiterten Befugnisse des Parlaments und die durch die Verfassungsreform gestärkten parlamentarischen Kontrollmechanismen hervor.
Auch Catherine Hervieu brachte ihre große Anerkennung für die laufenden Reformen in Usbekistan und dessen wachsenden globalen Einfluss zum Ausdruck. Sie gratulierte dem usbekischen Volk herzlich zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit und wünschte ihm Frieden, Wohlergehen und anhaltenden Wohlstand. Sie stellte fest, dass Usbekistan seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt für den internationalen Dialog und die Zusammenarbeit stetig festigt.
Es wurde betont, dass der Handelsumsatz zwischen den beiden Ländern bis Ende 2025 erstmals 1,4 Milliarden US-Dollar erreicht habe. Das Volumen gemeinsamer Investitionsprojekte unter Beteiligung französischer Unternehmen habe 12 Milliarden Euro überschritten. Die Gründung der usbekisch-französischen Universität sowie die Zusammenarbeit bei der Erforschung und Erhaltung des kulturellen Erbes, einschließlich einer dem kulturellen Erbe Usbekistans gewidmeten Ausstellung im Louvre, zeugen vom konsequenten Ausbau der humanitären Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Die interparlamentarische Zusammenarbeit in den Bereichen Gesetzgebung, parlamentarische Kontrolle und parlamentarische Diplomatie ist für die praktische Umsetzung der von den beiden Staatschefs getroffenen Vereinbarungen von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang erörterten die Parteien Möglichkeiten, die Interaktion zwischen den Parlamenten Usbekistans und Frankreichs zu vertiefen, den direkten Dialog zwischen Ausschüssen und Fraktionen auszuweiten, die Aktivitäten der Freundschaftsgruppen zu intensivieren und die Zahl der gegenseitigen Besuche zu erhöhen.
Im Anschluss an das Treffen kamen die Parlamente überein, die interparlamentarische Zusammenarbeit zu stärken und Erfahrungen auszutauschen.
M. Komilova, UzA