Usbekistan und Deutschland: Meinungsaustausch im öffentlichen Verwaltungssystem
In Taschkent fand eine Diskussionsrunde zum Thema „Projekte der Hanns-Seidel-Stiftung in Usbekistan in den Jahren 2023 und 2024“ statt.
An der Veranstaltung, die von der Repräsentanz dieser Stiftung in Usbekistan organisiert wurde, nahmen Vertreter der Akademie für öffentliche Verwaltung unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan und der Agentur für Information und Massenkommunikation unter der Verwaltung des Präsidenten der Republik Usbekistan und Medienschaffende teil.
Der Leiter Javkhar Dustov der Repräsentanz der Hanns-Seidel-Stiftung in Usbekistan, eröffnete die Veranstaltung. Er informierte über die Aktivitäten, Ziele und Aufgaben der Stiftung.
Insbesondere wurde berichtet, dass das Ziel der Stiftung darin besteht, die Fähigkeiten junger Führungskräfte im Bereich der Kommunal- und Landesverwaltung zu verbessern und professionelle Beamte auszubilden. Diese Stiftung wurde am 11. April 1967 in München (Deutschland) gegründet und nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Bundeslandes Bayern benannt.
Wie es bereits erwähnt wurde, ist die Stiftung in mehr als 60 Ländern weltweit unter dem Motto „Demokratie, Frieden und Entwicklung“ tätig. Seit 2002 unterstützt er die Entwicklung des öffentlichen Dienstes und der lokalen Regierungssysteme in Zentralasien. Derzeit hat in unsere Region eine enge Zusammenarbeit mit Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan und Usbekistan aufgebaut. Die Repräsentanz der Stiftung in unserem Land wurde 2021 vom Justizministerium der Republik Usbekistan als nichtstaatliche gemeinnützige Organisation akkreditiert und am 19. Mai 2023 offiziell eröffnet.
„In den letzten Jahren wurde der Reform der öffentlichen Verwaltung, des öffentlichen Dienstes und des Kommunalverwaltungssystems in Usbekistan vorrangige Aufmerksamkeit gewidmet“, sagt Javkhar Dustov der Leiter des Büros der Repräsentanz der Hanns-Seidel-Stiftung in unserem Land. Unsere Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fähigkeiten junger Führungskräfte im Bereich der Kommunal- und Landesverwaltung auf der Grundlage bewährter Verfahren und der Ausbildung professioneller Beamter zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden eine Reihe von Projekten gemeinsam mit der Akademie für öffentliche Verwaltung unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan, dem Ministerium für Beschäftigung und Armutsbekämpfung, der Agentur für die Entwicklung des öffentlichen Dienstes unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan und zahlreiche andere Regierungsbehörden und öffentliche Organisationen.
Bei der Veranstaltung sprach der Pressesprecher Marufjon Jumaev der Akademie für öffentliche Verwaltung unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan über die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und der Akademie.
Wie bereits erwähnt, wurden bei mehr als zehn offiziellen Treffen zwischen der Akademie und der Stiftungsleitung Fragen des Erfahrungsaustauschs zwischen der öffentlichen Verwaltung Usbekistans und Deutschlands, die Organisation von Kurz- und Langzeitpraktika für Beamte, Fortbildungsseminare, aktuelle Probleme der staatlichen und kommunalen Verwaltung und vorrangige Entwicklungsbereiche erörtert. Gleichzeitig wurden rund 30 Online- und Offline-Schulungsseminare und spezielle Schulungsprogramme durchgeführt. Mehr als 10 000 Beamte, Forscher, Fachleute und internationale Experten nahmen an diesen Schulungsprogrammen teil.
Bei der Diskussionsrunde fassten Vertreter der Stiftung die Arbeitsergebnisse für das Jahr 2023 zusammen. Besonderes Augenmerk galt allen Veranstaltungen, Geschäftsessen und Geschäftstreffen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr insbesondere die regionale Sommerschule zum Thema „Moderne Managementmethoden“ für Vertreter zentralasiatischer Verwaltungsakademien, die in Zusammenarbeit mit der Repräsentanz der Hanns-Seidel-Stiftung in Usbekistan und der Akademie für öffentliche Verwaltung organisiert wurde. Es sei darauf hingewiesen, dass an dieser Sommerschule Vertreter der Akademien für öffentliche Verwaltung unter den Präsidenten der Republiken Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan, Professoren und Lehrer der Akademie sowie Doktoranden teilnahmen.
Darüber hinaus wurden im Rahmen des Gesprächs Themen besprochen, die bei der Diskussionsrunde „Lokale Verwaltung: Aktuelle Trends und vorrangige Entwicklungsbereiche“, die am 28. September 2023 an der Akademie für öffentliche Verwaltung unter dem Präsidenten der Republik Usbekistan stattfand.
Journalisten wurden über die Pläne der Stiftung für Jahr 2024 informiert.
- Im nächsten Jahr wollen wir eine Reihe von vielversprechenden Projekten umsetzen", sagte D. Dustov. - Eines davon ist die Organisation eines gemeinsamen Ausbildungsprogramms für Beamte zusammen mit der Akademie für öffentliche Verwaltung beim Präsidenten der Republik Usbekistan und der Bayerischen Verwaltungsschule, dessen Teilnehmer von den Bürgermeistern der Bezirke (Städte), ihren Stellvertretern und der Personalreserve für diese Positionen auf der Grundlage von Leistungsindikatoren (KPI) ausgewählt werden. Dieses gemeinsame Bildungsprogramm bietet eine umfassende Gelegenheit, die beruflichen Kompetenzen im Bereich der Förderung der sozioökonomischen Entwicklung und der Anziehung ausländischer Investitionen zu verbessern und die besten ausländischen Praktiken kennenzulernen.
Alle deutschlandbezogenen Programmkosten (Flugtickets für 20 Studierende, Praktikum, Einbindung von Experten der Bayerischen Hochschule für Politik) werden vollständig von der Hanns-Seidel-Stiftung übernommen.
Bei der Veranstaltung erhielten die Journalisten Antworten auf alle ihre Fragen.
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Kamola Yusupova, Fotos von Oybek Pardayev, UzA