Shafoat Nurullaeva hebt beim Samarkand-Symposium zentrale Aspekte der usbekisch-chinesischen Zusammenarbeit hervor
Am 2. April dieses Jahres fand in Samarkand das Symposium des „China – Central Asia Development Knowledge Network“ statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Zentrum für internationales Entwicklungswissen (CIKD) und dem Institut für makroökonomische und regionale Studien des Ministerkabinetts der Republik Usbekistan organisiert.
Das Symposium versammelte Vertreter aus Experten- und Analystenkreisen aus Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und China sowie des CAREC-Instituts.
Im Rahmen des Symposiums hielt Shafоat Nurullaeva, stellvertretende Direktorin des Instituts für strategische und regionale Studien beim Präsidenten der Republik Usbekistan (ISRS), einen Vortrag mit dem Titel „Herausforderungen und Chancen für die Entwicklung im heutigen globalen Umfeld“. Sie stellte fest, dass die aktuelle Phase der globalen Entwicklung durch erhebliche strukturelle Veränderungen, zunehmende geopolitische Spannungen und eine wachsende Fragmentierung der Weltwirtschaft gekennzeichnet sei.
In diesem Zusammenhang nimmt die wirtschaftliche Verflechtung zunehmend die Merkmale eines Instruments der Wettbewerbsrivalität an, während globale Lieferketten und technologische Verflechtungen einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen.
Ihrer Ansicht nach führt das Zusammenwirken von geoökonomischen, technologischen und klimabezogenen Faktoren zu einer komplexen Reihe miteinander verknüpfter Herausforderungen für Staaten, die nicht nur Anpassungsfähigkeit, sondern auch die Fähigkeit zur Entwicklung zukunftsorientierter Strategien erfordern.
Gleichzeitig betonte sie, dass die Qualität der Institutionen und das strategische Management der Entwicklung zunehmend wichtige Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit seien.
Wie die stellvertretende Direktorin des ISRS hervorhob, sehen sich Entwicklungsländer wie Usbekistan dem Risiko einer wachsenden technologischen und institutionellen Kluft gegenüber, was objektiv eine konsequente und evidenzbasierte Regierungspolitik erfordert.
Usbekistan setzt stetig einen groß angelegten Reformplan um, der darauf abzielt, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten, das öffentliche Wohlergehen zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft zu stärken. In den letzten Jahren wurden bemerkenswerte Fortschritte erzielt: Die Wirtschaftsleistung hat 140 Milliarden US-Dollar überschritten, die Investitionszuflüsse beliefen sich auf etwa ein Drittel des BIP, der Außenhandel stieg um 25 %, die Gold- und Devisenreserven überstiegen 60 Milliarden US-Dollar, die Arbeitslosenquote sank auf 5 % und mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden aus der Armut befreit.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Usbekistan bestrebt ist, bis 2030 ein Land mit mittlerem bis hohem Einkommen zu werden und seine Wirtschaft bei Beibehaltung hoher Wachstumsraten erheblich auszubauen. In seiner Ansprache betonte der Präsident der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, die Notwendigkeit, ein eigenes Entwicklungsmodell für Usbekistan zu entwickeln, das auf dem inländischen Potenzial und der effektiven Nutzung internationaler Chancen basiert.
In diesem Zusammenhang ist die Erfahrung Chinas von besonderer Bedeutung, da es Usbekistans wichtigster Handels- und Wirtschaftspartner, einer seiner größten Investoren und eine wichtige Quelle für fortschrittliche Technologien ist. Es wurde betont, dass Chinas Entwicklungsprioritäten, die in seinem 15. Fünfjahresplan für 2026–2030 dargelegt werden sollen, weitgehend mit den Zielen Usbekistans übereinstimmen, darunter innovationsgetriebenes Wachstum, grüne Transformation, verstärkte technologische Eigenständigkeit und das Streben nach nachhaltiger Entwicklung.
Vor diesem Hintergrund wurden die wichtigsten Prioritäten für die Vertiefung der usbekisch-chinesischen Zusammenarbeit dargelegt. Dazu gehören der Ausbau der industriellen und technologischen Zusammenarbeit mit dem Ziel einer Produktion mit höherer Wertschöpfung, die Stärkung der Verkehrs- und Logistikverbindungen, unter anderem durch die Umsetzung des Eisenbahnprojekts China–Kirgisistan–Usbekistan, die Beschleunigung der digitalen Transformation auf der Grundlage von Technologien der künstlichen Intelligenz und Big Data, die Förderung der grünen Wirtschaft sowie Investitionen in Humankapital durch Bildung und Wissenschaft.
Abschließend zeigte sich Shafoat Nurullaeva zuversichtlich, dass die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und China dazu beitragen wird, einen langfristigen Rahmen für eine umfassende strategische Partnerschaft unter allen Umständen zu schaffen. Sie merkte an, dass dies nicht nur die Voraussetzungen für eine wirksame Reaktion auf aktuelle globale Herausforderungen schaffen, sondern auch die nachhaltige und ausgewogene Entwicklung der Region in den kommenden Jahren gewährleisten werde.
UzA