Präsidenten Usbekistans und Deutschlands bekräftigen ihren Kurs zur Vertiefung der vielseitigen Partnerschaft
In der Residenz Kuksaroy fanden Gespräche zwischen dem Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, und dem Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, zunächst im engen Kreis und anschließend unter Beteiligung der offiziellen Delegationen statt.
Im Mittelpunkt standen Schlüsselfragen der Weiterentwicklung der usbekisch-deutschen Zusammenarbeit, die Stärkung des politischen Dialogs sowie der Ausbau der Handels-, Wirtschafts-, Kultur- und Humanitätsbeziehungen.

Der Präsident der Republik Usbekistan würdigte insbesondere den persönlichen Beitrag des Bundespräsidenten Deutschlands zur konsequenten Entwicklung der Beziehungen seines Landes und der Europäischen Union zu Usbekistan und den Staaten Zentralasiens sowie zur Förderung einer für beide Seiten vorteilhaften interregionalen Zusammenarbeit.
Mit Zufriedenheit wurde die Dynamik des bilateralen Dialogs und das hohe Niveau der Kontakte zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Die Zusammenarbeit im Handels- und Investitionsbereich entwickelt sich weiterhin positiv. Im vergangenen Jahr überstieg das bilaterale Handelsvolumen 1,4 Milliarden US-Dollar. Seit Beginn dieses Jahres ist es um weitere fünf Prozent gestiegen. Das Volumen deutscher Investitionen in die usbekische Wirtschaft erreichte im Jahr 2025 zwei Milliarden US-Dollar.

Besonders hervorgehoben wurden die im Mai in Taschkent veranstalteten Deutschen Wirtschaftstage sowie die 10. Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates. Im Ergebnis dieser Veranstaltungen wurde ein Paket neuer Investitions- und Handelsabkommen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar unterzeichnet.
Auch die kulturellen und humanitären Beziehungen entwickeln sich stetig weiter. Derzeit lernen in Usbekistan mehr als 400.000 junge Menschen Deutsch, während über 2.000 Studierende an führenden Hochschulen Deutschlands ausgebildet werden. Im vergangenen Jahr fand erstmals ein Forum der Hochschulen beider Länder statt.

Ein bedeutender Schritt zur Weiterentwicklung der Bildungszusammenarbeit war die Unterzeichnung eines Abkommens mit einem Konsortium deutscher Hochschulen zur Gründung der Usbekisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Samarkand in der vergangenen Woche.
Die Staatsoberhäupter bekräftigten ihr Interesse an einer Ausweitung der Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Energie und grüne Wirtschaft, Transport und Logistik, Bergbau- und Textilindustrie, Pharmazie, Landwirtschaft, Bildung sowie Gesundheitswesen.

Die Staatschefs begrüßten den Start neuer gemeinsamer Projekte und Programme in den Bereichen Automobilindustrie, Herstellung von Haushaltschemikalien, Logistik sowie Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. Darüber hinaus unterstützten sie die Durchführung des zweiten Hochschulforums sowie des dritten Usbekisch-Deutschen Medizinforums in Taschkent.
Die Gesprächspartner tauschten zudem ihre Ansichten zu aktuellen regionalen und internationalen Fragen aus und erörterten Perspektiven der Zusammenarbeit in multilateralen Formaten, darunter die Plattform „Zentralasien – Deutschland“.

Es wurde betont, dass der gegenwärtige Besuch des Bundespräsidenten Deutschlands eine neue Etappe in den Beziehungen zwischen Usbekistan und Deutschland einleiten und zur weiteren Ausweitung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit in allen Bereichen der bilateralen Agenda beitragen wird.

UzA