Fragen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens erörtert
Präsident Shavkat Mirziyoyev erörterte Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens, zur Verbesserung der Qualität medizinischer Leistungen und zur Ausweitung der Beteiligung des privaten Sektors.
Landesweit werden konsequente Anstrengungen unternommen, um der Bevölkerung eine hochwertige, moderne medizinische Versorgung zu bieten, die Verwaltungseffizienz in diesem Sektor zu verbessern, das Potenzial des Privatsektors stärker zu nutzen und die regionale Gesundheitsinfrastruktur auf ein neues Niveau zu heben.
Auch die Rolle des Privatsektors bei der Förderung der Branche sowie die Chancen in diesem Bereich wurden untersucht.

Wie bereits erwähnt, waren im Jahr 2016 landesweit 3.200 private Kliniken in Betrieb; ihre Zahl soll bis Ende 2026 auf 8.700 steigen. Die Zahl der medizinischen Fachgebiete hat sich von 39 auf 116 erhöht, und die Bettenkapazität ist von 16.000 auf 57.000 gestiegen. Der Anteil des privaten Sektors an der Gesamtbettenkapazität soll von 12 auf 31 Prozent steigen.
Gleichzeitig wurden auch bestimmte Probleme in diesem Sektor hervorgehoben. Es wurde festgestellt, dass die bestehenden Mechanismen zur Qualitätskontrolle medizinischer Dienstleistungen nicht ausreichend wirksam sind, die Zulassungsanforderungen den modernen Anforderungen nicht vollständig entsprechen, Informationen über die Arbeit privater Kliniken nicht in einem einheitlichen elektronischen System zusammengefasst sind und gezielte Maßnahmen für Investitionsprojekte noch nicht vollständig etabliert sind.
In diesem Zusammenhang wurden neue Ansätze zur Ausweitung der Beteiligung des privaten Sektors und zur Stärkung seiner Verantwortung vorgestellt.
Es wurde vorgeschlagen, alle Zulassungsfunktionen an das Zentrum für Zulassung und Akkreditierung medizinischer Einrichtungen zu übertragen und ab dem 1. Juli 2026 die Zulassungsverfahren durch die Überarbeitung von 14 der 48 Anforderungen zu verschärfen, um die Patientensicherheit und die Qualität der medizinischen Versorgung zu gewährleisten. Dazu gehört die Abschaffung der Praxis, multidisziplinäre Kliniken vollständig zu schließen, und die Einführung restriktiver Maßnahmen nur in den spezifischen Bereichen, in denen Verstöße festgestellt werden.
Gleichzeitig wird die Überwachung der Einhaltung der Zulassungsanforderungen und -bedingungen durch medizinische Einrichtungen verstärkt und eine Fernüberwachung über ein elektronisches Informationssystem eingeführt.
Es wurde außerdem vorgeschlagen, nichtstaatlichen medizinischen Einrichtungen zu gestatten, staatlich finanzierte medizinische Leistungen im Rahmen ihrer bestehenden Lizenzen zu erbringen, akkreditierten privaten Einrichtungen das Recht zur Durchführung von Transplantationen zu gewähren und ab 2028 den Versicherungsfonds zu verpflichten, keine Leistungen mehr von nichtstaatlichen und republikanischen staatlichen medizinischen Einrichtungen zu beziehen, die keine Akkreditierung durchlaufen haben.

Es wurde festgelegt, dass bis Ende 2030 alle staatlichen medizinischen Einrichtungen einer Zulassungspflicht unterliegen werden, darunter 55 republikanische Einrichtungen bis zum 1. April 2027, 413 regionale Einrichtungen bis Ende 2028 und mehr als 3.000 Bezirksorganisationen und Stadtebene bis Ende 2030.
Es wurden wirtschaftliche Fördermaßnahmen zur Belebung des privaten Gesundheitswesens erörtert.
Konkret ist geplant, 200 Milliarden UZS an vergünstigten Kreditmitteln für die Einrichtung neuer Kliniken in abgelegenen Regionen bereitzustellen, Darlehen von bis zu 10 Milliarden UZS pro Projekt für bis zu 10 Jahre zu gewähren und einen Mechanismus zur Erstattung von bis zu 50 Prozent des Basiszinssatzes einzuführen. Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, einen Sozialsteuersatz von 1 Prozent für ausländische Fachkräfte festzulegen und Zollbefreiungen für medizinische Geräte und Komponenten zu gewähren.
Ein neues System zur Gewinnung von Investitionen in den Sektor wurde ebenfalls geprüft.
Zu den Plänen gehören die Einrichtung einer Agentur für die Entwicklung der medizinischen und der Arzneimittelindustrie, die Bereitstellung von Beratung und praktischer Unterstützung für Investoren aus einer Hand sowie die Einführung eines Mechanismus zur professionellen Strukturierung und Förderung von Public-Private-Partnership-Projekten.
Die Agentur wird befugt sein, Direktinvestitionen in den Sektor zu gewinnen, die Umsetzung von Investitions- und öffentlich-privaten Partnerschaftsprojekten zu erleichtern und die Übertragung staatlicher medizinischer Einrichtungen in professionelles Management zu überwachen. Darüber hinaus wird unter dem Dach der Agentur eine Aktiengesellschaft namens „Health Invest“ gegründet, um die Entwicklung, Koordinierung und Umsetzung von Investitionsprojekten zu unterstützen.
Es wurde außerdem vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit ausländischen Experten eine Strategie zur Umgestaltung staatlicher medizinischer Einrichtungen auf der Grundlage von Corporate-Governance-Prinzipien zu entwickeln. Eine Überarbeitung der städtebaulichen und hygienerechtlichen Vorschriften für die Planung, den Bau und die Inbetriebnahme medizinischer Einrichtungen ist ebenfalls geplant, wobei ausländische Berater hinzugezogen werden sollen, um diese Vorschriften an internationale Standards anzupassen.
Der Staatschef billigte die vorgeschlagenen Maßnahmen und erteilte den zuständigen Beamten die entsprechenden Anweisungen.
UzA