Fragen zur Steigerung der Effizienz der Migrationsbehörde erörtert
Präsident Shavkat Mirziyoyev nahm eine Präsentation zur Kenntnis, in der Maßnahmen zur Organisation einer geordneten Arbeitsmigration ins Ausland, zur Vorbereitung der Bürger auf gut bezahlte Arbeitsplätze und zur Gewährleistung ihres umfassenden Schutzes im Ausland dargelegt wurden.
Derzeit arbeiten unsere Landsleute in fast 40 Ländern weltweit, und 1,2 Millionen Bürger sind im Ausland beschäftigt. In den entwickelten Ländern Europas und Ostasiens wächst die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften von Jahr zu Jahr. Darüber hinaus legt die neue Migrationsstrategie der Europäischen Kommission bis 2030 besonderen Wert auf die Umsetzung von Migrationsprogrammen mit zentralasiatischen Ländern, die Ausbildung von Arbeitskräften und die Verhinderung illegaler Migration.
In diesem Zusammenhang wurde die Ausweitung des geografischen Umfangs der externen Arbeitsmigration, vor allem durch den Zugang zu Märkten mit hohem Einkommen, als Priorität identifiziert.
Derzeit liegen Anfragen aus dem Ausland für mehr als 100.000 qualifizierte Fachkräfte vor, die sprachliche und berufliche Anforderungen erfüllen. Insbesondere benötigt Deutschland 40.000 Pflegekräfte, während Japan 15.000 Fachkräfte in den Bereichen Bauwesen, Logistik und Dienstleistungen benötigt.

Gemeinsame Ausbildungsprogramme, die an Fachhochschulen in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Deutschland, der Republik Korea und Japan durchgeführt werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Deckung dieses Bedarfs. Im Rahmen von 12 solcher Projekte, die mit ausländischen Unternehmen nach dem Prinzip „Beruf plus Sprache“ durchgeführt werden, werden 8.500 Bürger ausgebildet. Bereits 3.000 Absolventen haben eine Anstellung gefunden.
Nun ist geplant, die Zahl solcher Projekte auf 20 zu erhöhen und die Ausbildung in gefragten modernen Berufen und Fremdsprachen um 50 Prozent auszuweiten, wodurch insgesamt mehr als 10.000 Menschen erreicht werden sollen. Insbesondere in Taschkent ist ein spezialisiertes Ausbildungszentrum geplant, das über Einrichtungen für die Ausbildung in 12 gefragten Berufen und 7 Fremdsprachen, für die Durchführung von Prüfungen zur Erteilung von 6 Arten von Zertifikaten sowie über einen Campus mit 600 Plätzen verfügt.
Darüber hinaus werden an medizinisch-technischen Hochschulen in Andijan, Samarkand, Fergana und Taschkent spezielle Ausbildungskurse organisiert, um Pflegekräfte auf internationale Sprach- und Fachprüfungen vorzubereiten. Gleichzeitig werden Maßnahmen ergriffen, um Zentren für die Ausbildung und Qualifikationsbewertung von Fachkräften im Bausektor – Betonbauer, Schalungsbauer, Bewehrungsbauer und Schweißer – auszubauen.
Im Rahmen der Verbesserung der regionalen Infrastruktur wurde vorgeschlagen, einheitliche Migrationszentren und lokale Fahrschulzentren einzurichten.
Auch die Notwendigkeit, die Bereiche für Saisonarbeit auszuweiten, wurde hervorgehoben. Auf der Grundlage von 12 neuen internationalen Abkommen, die im Agrar- und Tourismussektor unterzeichnet wurden, wurde die Anweisung erteilt, die Zusammenarbeit im Bereich der Saisonarbeit mit Ländern wie den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Spanien, Italien, der Türkei und der Republik Korea auszubauen.

Während der Präsentation wurden auch neue Finanzmechanismen zur Organisation einer geordneten Migration erörtert. Insbesondere wurde vorgeschlagen, ein Verfahren einzuführen, bei dem 50 Prozent der Kosten für den Fremdsprachenunterricht erstattet und die Kosten für berufliche Qualifikationsprüfungen vollständig übernommen werden, wobei die Mittel direkt an die Bürger und nicht an die Ausbildungszentren ausgezahlt werden sollen. Ebenfalls in Betracht gezogen wurde ein neuer Mechanismus zur Schaffung von Anreizen für ausländische Arbeitgeber und Personalvermittlungsunternehmen für jeden im Ausland beschäftigten Arbeitnehmer.
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem der Schaffung zusätzlicher Annehmlichkeiten und der Vereinfachung von Prozessen sowohl für Arbeitgeber als auch für Bürger durch die weitere Verbesserung der Migrationsplattform „Work Abroad“ und die Einführung von Technologien der künstlichen Intelligenz.
Der Staatschef betonte, dass sich die Aktivitäten der Migrationsbehörde nicht auf die externe Arbeitsmigration beschränken sollten, sondern auch dazu beitragen sollten, den heimischen Arbeitsmarkt mit qualifiziertem Personal zu versorgen.
Neben der Einbindung der Bürger in legale und sichere Arbeitstätigkeiten im Ausland wurden auch Fragen des Schutzes ihrer Rechte und Interessen erörtert. Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung ihrer Gesundheits-, Lebens- und Arbeitsbedingungen wurde hervorgehoben. Zu diesem Zweck wurden in 37 Ländern Unterstützungsdienste eingerichtet. 48.000 Bürger erhielten soziale Hilfe, 17.000 erhielten Rechtsbeistand und 6.000 erhielten materielle Unterstützung.

Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit festgestellt, Fälle von Beschäftigung ohne Arbeitserlaubnis durch ausländische Staatsbürger und vorübergehend im Land registrierte Staatenlose zu regeln. Die Bedeutung der Einrichtung einer behördenübergreifenden Zusammenarbeit, der Analyse und Prognose illegaler Migration, der Legalisierung informeller Beschäftigung sowie der Vermittlung nationaler Werte und Aufenthaltsregeln im Land wurde hervorgehoben.
Der Präsident Usbekistans billigte die vorgelegten Vorschläge und wies die zuständigen Beamten an, die externe Arbeitsmigration gemäß modernen Anforderungen zu organisieren und digitale Lösungen in diesem Bereich umfassend einzuführen.
UzA