Die kulturelle Bedeutung und die langjährigen Traditionen der usbekischen „Mahalla“ wurden bei der UNESCO erörtert
Die Ständige Vertretung Usbekistans bei der UNESCO organisierte ein Online-Treffen, an dem Vertreter Usbekistans und des Sekretariats des UNESCO-Übereinkommens von 2003 zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes teilnahmen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die mit der „Mahalla“ verbundenen kulturellen Traditionen und Praktiken sowie Möglichkeiten zur internationalen Förderung dieser Traditionen.
Als Vertreter der UNESCO nahmen Fumiko Ohinata, Sekretärin des Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes, und Nicholas Tan, assoziierter Programmspezialist für Asien und den Pazifikraum, an der Konsultation teil. Ebenfalls an dem Treffen beteiligt waren usbekische Vertreter des Außenministeriums, des Mahalla-Verbandes, der Nationalen UNESCO-Kommission sowie der Ständigen Vertretung des Landes bei der UNESCO.
Während des Treffens hob die usbekische Seite die lange Geschichte der Mahalla, ihre entscheidende Rolle in der Gesellschaft und ihre Bedeutung für die Bewahrung nationaler Traditionen hervor. Sie betonten, dass die Mahalla ein wesentlicher Bestandteil des usbekischen Lebens sei und die Menschen durch Werte wie gute Nachbarschaft, gegenseitige Hilfe, Solidarität und Respekt vor den Älteren zusammenbringe.
Besonderes Augenmerk wurde auf den kulturellen Aspekt der Mahalla gelegt. Über Jahrhunderte hinweg fungierte sie als Raum, in dem Traditionen im täglichen Leben aktiv gepflegt werden: Feiertage und wichtige Familienanlässe werden gemeinsam begangen, Bräuche der gegenseitigen Hilfe werden gewahrt, generationenübergreifende Bindungen werden gestärkt, und Wissen, Werte sowie Lebenserfahrungen werden an die jüngeren Generationen weitergegeben.
Vertreter des UNESCO-Sekretariats prüften die vorgelegten Unterlagen mit großem Interesse und hoben den einzigartigen sozialen Lebensstil hervor, der in Usbekistan um die Mahalla herum geprägt ist. Sie betonten während der Diskussion, dass Gemeinschaftstraditionen, kultureller Austausch und die Weitergabe des Kulturerbes von Generation zu Generation wesentliche Elemente des lebendigen immateriellen Kulturerbes sind.
Im Verlauf der Diskussion wurde festgestellt, dass die Erfahrung der Mahalla eine für Usbekistan typische Gemeinschaftsorganisation darstellt, in der kulturelle Werte bewahrt, bereichert und über Generationen hinweg weitergegeben werden. Die UNESCO-Vertreter hoben hervor, dass diese Formen der Interaktion in lokalen Gemeinschaften im Rahmen des Konzepts des „lebendigen Kulturerbes“, das für das Übereinkommen von 2003 von grundlegender Bedeutung ist, von großer Relevanz sein könnten.
Die Konsultation markierte einen weiteren Fortschritt bei der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und der UNESCO zur Bewahrung und Förderung des reichen immateriellen Kulturerbes des Landes, einschließlich der einzigartigen Traditionen und Werte, die sich im Rahmen der Mahalla-Institution entwickelt haben.
UzA