Der Präsident Usbekistans skizziert seine Vision für die Zusammenarbeit zwischen dem SOZ-Plus-Format und den Vereinten Nationen im Zuge der Entwicklung hin zu einer multipolaren Welt
Der Präsident der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, nahm am SOZ-Plus-Treffen zum Thema „Die Vereinten Nationen als Schlüsselelement einer gerechten Weltordnung: Der Beitrag der SOZ-Plus-Staaten zur Gestaltung einer multipolaren Welt“ teil.
Neben den Delegationsleitern der SOZ-Mitgliedstaaten und den Leitern der ständigen Gremien nahmen an der Veranstaltung auch Staats- und Regierungschefs von Beobachter- und Partnerländern, hochrangige Gäste, UN-Generalsekretär António Guterres sowie hochrangige Vertreter anderer internationaler Organisationen teil.

In seiner Rede ging der Präsident Usbekistans auf die Bedeutung der UNO und regionaler Organisationen vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Veränderungen ein.
„Es ist wichtig zu klären, wie Staaten und regionale Zusammenschlüsse dazu beitragen können, dass globale Institutionen ihren universellen Auftrag effektiver erfüllen“, betonte der Präsident Usbekistans.
Ausgehend von dieser Vision sollte die UNO ihre zentrale Koordinierungsfunktion beibehalten, wobei regionale Einrichtungen sie unterstützen, indem sie zur Umsetzung gemeinsamer Grundsätze und Beschlüsse beitragen. Diese regionalen Strukturen sollten lokale Gegebenheiten, Bedürfnisse und Möglichkeiten berücksichtigen, um eine wirksame praktische Umsetzung zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhang kommt dem „SOZ Plus“-Format besondere Bedeutung zu, da es Staaten, Regionen und Organisationen im Rahmen einer gemeinsamen Agenda zusammenbringt und den Dialog über die Abstimmung verschiedener Initiativen sowie die Gestaltung der Architektur der globalen Governance fördert.
Wie betont wurde, setzt sich Usbekistan weiterhin für die Entwicklung einer offenen, für alle Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit im gesamten eurasischen Raum ein.
„Für uns ist Vernetzung eine Frage der strategischen Autonomie und Widerstandsfähigkeit. Wir befürworten eine Form der Multipolarität, die keine neuen Trennlinien schafft, sondern den Raum der Möglichkeiten erweitert, in dem regionale Projekte und Initiativen nicht miteinander konkurrieren, sondern sich effektiv ergänzen“, erklärte der Präsident Usbekistans.

Auf der Grundlage der Tagesordnung des Treffens wurden mehrere zukunftsorientierte Vorschläge unterbreitet.
In erster Linie schlugen die Teilnehmer vor, das „SOZ Plus“-Format als Plattform für den interregionalen Dialog über nachhaltiges Wachstum, die Einführung fortschrittlicher Technologien, Klimaanpassung, die Entwicklung des Humankapitals, barrierefreie Bildung und die Förderung der Jugend weiterzuentwickeln.
Um Erfahrungen auszutauschen, Strategien zu koordinieren und gemeinsam Lösungen im Rahmen der Vereinten Nationen zu entwickeln, könnte „SOZ Plus“ als Plattform für die Schaffung eines Partnerschaftsnetzwerks regionaler Organisationen dienen.
Eine der wichtigsten Prioritäten ist es, das Potenzial regionaler Organisationen aktiv zu nutzen, um die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Als praktische Maßnahme wurde vorgeschlagen, eine „Open Bank of Interregional Projects and Technologies“ einzurichten, deren Schwerpunkt auf der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, grüner Energie, digitalen Diensten und dem Gesundheitswesen liegt.
Besonderes Augenmerk wurde auf den Ausbau einer umfassenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit gelegt.

„Unternehmen überall sollten greifbare Ergebnisse sehen, darunter vereinfachte Marktzugangsverfahren, die Einrichtung grenzüberschreitender Korridore und einen verstärkten Zufluss von Direktinvestitionen“, stellte der Präsident fest.
Mit Blick auf diese spezifischen Leistungsindikatoren wurde eine Initiative vorgeschlagen, das SOZ-Investitionsforum in eine ständige Plattform umzuwandeln.
Aufbauend auf den einzigartigen Erfahrungen, die durch die Zusammenarbeit zwischen Staaten mit unterschiedlichen politischen Systemen, kulturellen Traditionen und Sichtweisen auf internationale Prozesse gewonnen wurden, wurde vorgeschlagen, ein ständiges „SOZ Plus“-Forum der Kulturen und Zivilisationen einzurichten und das Forum in Khiwa, einem alten Zentrum der Wissenschaft und Aufklärung, abzuhalten.
Zum Abschluss seiner Rede hob der Präsident Usbekistans hervor, dass das SOZ-Plus-Format als eine den aktuellen Bedürfnissen entsprechende Plattform diene. Die wachsende Übereinstimmung zwischen Ländern und Regionen trage dazu bei, eine solidere Grundlage für Stabilität und gegenseitiges Vertrauen zu schaffen.
UzA