Welche Themen wurden am zweiten Tag des SPIEF 2026 behandelt?
Am zweiten Tag verlagerte sich der Schwerpunkt des 29. Internationalen Wirtschaftsforums unter dem Motto „Pragmatischer Dialog: Der Weg in eine stabile Zukunft“ von allgemeinen Diskussionen hin zu konkreten Daten, Strategien und überraschenden geopolitischen Einblicken.
Finanzminister Anton Siluanov betonte, dass die jüngsten Steuerreformen keine übermäßige Belastung für Unternehmer darstellten und dass die Bedenken hinsichtlich des fiskalischen Drucks übertrieben seien.
Es wurde auch festgestellt, dass Russland seine Auslandsverschuldung vollständig abbauen könnte, obwohl diese derzeit nur etwa 10 Prozent der Gesamtverschuldung ausmacht und somit weitgehend symbolischen Charakter hat. Dennoch wird die Aufrechterhaltung dieser Stabilität die Einführung neuer Strategien erfordern.
Banker schaffen neben digitalen Netzwerken neue Finanzwege. Die VTB Bank prognostiziert, dass die Einlagen der privaten Haushalte 72 Billionen Rubel erreichen und die grenzüberschreitenden Überweisungen 140 Milliarden übersteigen werden. Diese Ströme zeigen eine deutliche Verlagerung nach Osten, wobei Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und China an vorderster Front stehen. Auch der Realsektor unterstützt die Ausrichtung auf Asien, wie der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak anmerkte, der auf das Interesse Vietnams am Kauf von russischem Flüssigerdgas hinwies.
Roman Bondarchuk, UzA
Sankt Petersburg, Russland