Überprüfung der vorrangigen Aufgaben für die Entwicklung der Leder- und Schuhindustrie
Präsident Shavkat Mirziyoyev ließ sich über die aktuelle Arbeit und die Pläne für die Leder- und Schuhindustrie informieren.
In den letzten Jahren wurden mehrere Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen in diesem Sektor zu unterstützen, die Produktion auszuweiten und die Exporte zu steigern. Im ersten Quartal dieses Jahres stieg die Produktion der Lederindustrie um 25 Prozent auf 962 Milliarden UZS. Bis zum Jahresende soll die Produktion 5,4 Billionen UZS erreichen, und die Exporte werden voraussichtlich 110 Millionen US-Dollar betragen. Bis 2030 soll die Produktion in der Leder- und Schuhindustrie 12 Billionen UZS erreichen, die Exporte 500 Millionen US-Dollar, und es sind 12.000 neue Arbeitsplätze geplant.
Gleichzeitig verfügt der Sektor über ein erhebliches ungenutztes Potenzial. Trotz der großen Mengen an Häuten und Wolle, die im Land beschafft werden, ist der Grad der Weiterverarbeitung nach wie vor gering. Insbesondere liegt die Verarbeitungsquote für Schaf- und Ziegenhäute bei etwa 30 Prozent. Von den jährlich beschafften 40.000 Tonnen Wolle werden nur 6.000 Tonnen, also etwa 15 Prozent, verarbeitet.

Während der Präsentation wurden Vorschläge zur effektiven Nutzung der Unternehmenskapazitäten, zur Weiterverarbeitung von Rohstoffen, zur Steigerung des Anteils an Fertigprodukten und zur Erschließung neuer Exportmärkte erörtert.
Insbesondere sind spezialisierte Industriegebiete für Leder und Schuhe im Bezirk Akhangaran der Region Taschkent und im Bezirk Shahrihan der Region Andijan geplant. Diese Gebiete werden Produktionsanlagen, technische und Versorgungsinfrastruktur, Logistikeinrichtungen, Designzentren und Ausbildungszentren umfassen. Die Verwaltung der Industriegebiete wird einer speziellen Direktion anvertraut, die unter der Agentur für die Entwicklung der Leichtindustrie eingerichtet werden soll.
In Akhangaran soll ein moderner Industriecluster für die Lederverarbeitung entstehen, der den Umweltanforderungen entspricht. In etwa 70 Prozent der 32 Lederverarbeitungsbetriebe des Landes sind die Kläranlagen veraltet, und es gibt kein einheitliches, zentralisiertes System. In diesem Zusammenhang wird in der neuen Zone eine zentrale Kläranlage errichtet, die die Wiederverwendung von bis zu 8.000 Kubikmetern gereinigtem Wasser pro Tag in technologischen Prozessen ermöglicht.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Erweiterung der Rohstoffbasis gelegt. Zur Unterstützung von Unternehmern wurde vorgeschlagen, den zentralisierten Import von Rinderhäuten aus Nachbarländern nach dem „One-Stop-Shop“-Prinzip zu organisieren, die Transportkosten zu kompensieren und den Verarbeitungsbetrieben Betriebskapital zur Verfügung zu stellen.
Die Verbesserung des Systems zur Sammlung und Erstverarbeitung von Häuten von Kleinvieh wurde ebenfalls als wichtige Aufgabe identifiziert. Es wurden Maßnahmen geprüft, um Sammel- und Erstverarbeitungsstellen für Lederrohstoffe in den Regionen Nawoi, Kaschkadarja, Surkhandarja und Taschkent einzurichten und Verarbeitungsbetriebe zu fördern.
Zur Ausweitung der Wollverarbeitung wurde der Bau eines neuen Komplexes in der Region Syrdarja vorgeschlagen. Seine Kapazität soll für die Verarbeitung von 30.000 Tonnen Wolle ausgelegt sein. Die Umsetzung des Projekts wird eine vollständige Produktionskette – vom Rohstoff bis zum Endprodukt – ermöglichen und dadurch die Wertschöpfung deutlich steigern, den Export ausweiten und neue Arbeitsplätze schaffen.
Es wurden Pläne zur Steigerung des Produktionsvolumens von Schuhen, einschließlich Spezialschuhen, sowie zur Ausweitung der Zusammenarbeit und gemeinsamer Projekte mit ausländischen Partnern in diesem Bereich erörtert.

Während der Präsentation wurde auch das Thema der Ausweitung der Kunstlederproduktion angesprochen. Es wurde festgestellt, dass auf dem Weltmarkt große Marken aus Umweltgründen, wegen der Erschwinglichkeit und der technologischen Vorteile zunehmend auf Kunstleder umsteigen.
In Usbekistan sind sieben vielversprechende Projekte in diesem Bereich geplant. Infolgedessen werden Produktionslinien eingerichtet, die 50 Millionen Laufmeter an Produkten herstellen können, wodurch ein erheblicher Teil der Inlandsnachfrage gedeckt und die Exporte gesteigert werden können.
Es wurde festgestellt, dass auf dem Weltmarkt große Marken aus Umweltgründen, wegen der Erschwinglichkeit und der technologischen Vorteile zunehmend auf Kunstleder umsteigen. In Usbekistan sind vielversprechende Projekte in diesem Bereich geplant, die es ermöglichen werden, einen erheblichen Teil der Inlandsnachfrage zu decken und die Exporte zu steigern.
Der Staatschef betonte, dass die der Industrie gewährten Vergünstigungen allein keine Ergebnisse bringen werden – für jedes Unternehmen, jedes Projekt und jeden Markt seien genaue Berechnungen und praktische Maßnahmen erforderlich.
Verantwortliche Beamte und regionale Führungskräfte erhielten Anweisungen zur finanziellen Sanierung von Unternehmen, zur vollständigen Auslastung der Produktionskapazitäten, zur Herstellung wettbewerbsfähiger importersetzender Güter sowie zur praktischen Unterstützung von Unternehmern bei der Erlangung internationaler Zertifizierungen.
UzA