System zur Aus- und Weiterbildung von medizinischem und Personal der Arzneimittelindustrie soll verbessert werden
Präsident Shavkat Mirziyoyev nahm eine Präsentation mit Vorschlägen zur Verbesserung der Personalausbildung, der staatlichen Registrierung und der beruflichen Weiterbildung zur Kenntnis.
Usbekistan unternimmt umfangreiche Anstrengungen, um das Gesundheitssystem umzugestalten, die Qualität der medizinischen Grundversorgung zu verbessern und den Zugang zu modernen klinischen und diagnostischen Leistungen auszuweiten. Diese Reformen erfordern auch die Ausbildung von medizinischem und Personal der Arzneimittelindustrie, damit dieses den modernen Anforderungen gerecht wird.
In diesem Zusammenhang zielen die vorgeschlagenen Reformen darauf ab, die medizinische Ausbildung von der Vermittlung theoretischen Wissens hin zur Entwicklung von Kompetenzen und praktischen Fähigkeiten zu verlagern, die Ausbildungsprogramme an internationale Standards anzupassen und ein integriertes System zu etablieren, das eine objektive Bewertung der Kenntnisse und Qualifikationen von Fachkräften sowie deren berufliche Weiterentwicklung während ihrer gesamten Laufbahn gewährleistet.

In der Präsentation wurden zunächst Maßnahmen zur Verbesserung des Ausbildungssystems für medizinisches und Personal der Arzneimittelindustrie erörtert. Die Vorschläge wurden auf der Grundlage von Empfehlungen der Universitäten Cambridge, Pennsylvania und Harvard unter Beteiligung internationaler und lokaler Experten erarbeitet.
Künftig werden die Zulassungsquoten für medizinische Hochschulen auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs der Regionen und Gesundheitseinrichtungen sowie des Personalmangels festgelegt. Das Gesundheitsministerium wird die staatliche Zulassungsquote nach Studienfach genehmigen.
Ab dem Studienjahr 2027/2028 wird vorgeschlagen, einen sechsjährigen Bachelor-Studiengang in Allgemeinmedizin einzuführen, der den bestehenden Studiengang „Medizinische Behandlung“ ersetzen soll. Nach fünf Studienjahren absolvieren die Studierenden ein volles Jahr praktischer Ausbildung. Absolventen, die den Studiengang abschließen, sind berechtigt, als Hausärzte zu arbeiten.

Besonderes Augenmerk wird auf die Ausbildung von Fachkräften in der Familienmedizin gelegt. Assistenzärzte werden ihr Studium mit einer praktischen Ausbildung in Familienpolikliniken verbinden. Die Ausbildung von Fachärzten wird schrittweise auf das Assistenzarzt-System übertragen, während Masterstudiengänge sich in erster Linie auf die Ausbildung von Forschungs- und Lehrpersonal konzentrieren werden.
Auch für die Ausbildung von medizinischem Personal der mittleren Ebene werden neue Ansätze eingeführt. Die Rolle von Pflegekräften mit Hochschulabschluss wird als Fachkräfte gestärkt, die Ärzte bei Diagnose, Behandlung und Prävention direkt unterstützen.
Die Ausbildung in der Arzneimittelindustrie wird enger mit der Produktion verzahnt. Es wurden Maßnahmen festgelegt, um die duale Ausbildung entsprechend den Bedürfnissen der Unternehmen auszuweiten, den Anteil der praktischen Ausbildung zu erhöhen und Studierende in Produktionsprozesse einzubeziehen – von der Arzneimittelentwicklung bis hin zur Qualitätskontrolle und Standardisierung.

Im nächsten Teil der Präsentation wurde ein staatliches Registrierungssystem für medizinisches und pharmazeutisches Personal vorgestellt.
Um die Qualität und Sicherheit der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, wird ein System zur unabhängigen Bewertung der Kenntnisse und der beruflichen Ausbildung von Fachkräften eingeführt.
Es wird ein einheitliches elektronisches Register eingerichtet, das alle medizinischen und Mitarbeiter der Arzneimittelindustrie erfasst. Das Register wird 16 Informationsdatenbanken zusammenführen und Informationen über die Ausbildung, Qualifikationen und beruflichen Tätigkeiten der Fachkräfte an einem Ort bündeln.
Es wurde vorgeschlagen, die staatliche Registrierung ab 2027 auf freiwilliger Basis einzuführen und ab 2030 verbindlich zu machen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Fachkräfte, die die staatliche Registrierung nicht abgeschlossen haben, weder als Arzt noch als Apotheker tätig sein.
Die Bewertung erfolgt stufenweise: zunächst in den Grundlagen- und klinischen Fächern, gefolgt von der Bewertung im jeweiligen Fachgebiet. Zu diesem Zweck wird eine einheitliche Datenbank mit Tests und Aufgaben sowie moderne Simulationsanlagen geschaffen. Fachkräfte, die die Prüfung nicht bestehen, erhalten die Möglichkeit, sie zu wiederholen.
Zudem sind Maßnahmen vorgesehen, um Fachkräfte zu motivieren, die sich frühzeitig freiwillig dem neuen System anschließen. Insbesondere wurde vorgeschlagen, Ärzten und Fachkräften der Arzneimittelindustrie mit Hochschulabschluss, die die Prüfung erfolgreich bestehen und in das staatliche Register aufgenommen werden, Prämien in Höhe des bis zu Fünffachen des Mindestlohns zu gewähren, sowie medizinischem und pharmazeutischem Fachpersonal der mittleren Ebene Prämien in Höhe des bis zu 2,5-Fachen des Mindestlohns.
Zur Organisation der staatlichen Registrierung und zur Bewertung der Qualifikationen der Fachkräfte wird ein eigenes Zentrum eingerichtet.
In der Präsentation wurden auch Möglichkeiten zur Verbesserung des Systems der beruflichen Weiterbildung für medizinisches und Personal der Arzneimittelindustrie erörtert.
Angesichts des rasanten Wandels bei Diagnose- und Behandlungsmethoden, Arzneimitteln und Technologien in der modernen Medizin wurde betont, wie wichtig es ist, das Wissen und die praktischen Fähigkeiten der Fachkräfte regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen.
Zu diesem Zweck wird ein neues System der beruflichen Weiterbildung eingeführt, das alle medizinischen und Mitarbeiter der Arzneimittelindustrie umfasst. Bildungsanbieter und -programme werden akkreditiert, und die entsprechenden Prozesse werden digitalisiert.
Das System wird auf der Grundlage eines Kreditpunktesystems funktionieren. Medizinische und Fachkräfte der Arzneimittelindustrie mit Hochschulabschluss müssen jährlich mindestens 50 Kreditpunkte erwerben, während medizinisches und Fachpersonal der mittleren Ebene 28 Kreditpunkte erwerben muss. Diese Kreditpunkte werden bei der staatlichen Registrierung und der Bestätigung der beruflichen Qualifikationen berücksichtigt.
Fachkräfte haben das Recht, ihren Bildungsanbieter, ihr Programm und ihre Studienform selbstständig zu wählen. Sie können sowohl traditionelle als auch Fernunterrichtsformate nutzen, einschließlich beruflicher Weiterbildung durch Online-Kurse, betriebliches Lernen, Seminare und Workshops.
In Usbekistan wird zudem ein Mechanismus zur Anerkennung von Credits eingeführt, die im Rahmen international akkreditierter ausländischer Programme und Veranstaltungen erworben wurden.
Es wurde vorgeschlagen, ein Zentrum für berufliche Weiterbildung einzurichten und diesem die Verantwortung für die Sicherung der Bildungsqualität, die Akkreditierung von Bildungsanbietern und -programmen sowie die Einführung moderner Standards zu übertragen.
Berufsbildungsprogramme werden sich vorrangig mit den in der Bevölkerung am häufigsten auftretenden und mit einem hohen Sterberisiko verbundenen Erkrankungen befassen. Moderne Ausbildungsprogramme in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und Onkologie werden gemeinsam mit führenden internationalen Partnern entwickelt.
Präsident Shavkat Mirziyoyev betonte, wie wichtig es sei, medizinische Ausbildung, unabhängige Bewertung, staatliche Registrierung und berufliche Weiterbildung in ein einziges, miteinander verbundenes System zu integrieren.
Der Staatschef wies die Verantwortlichen an, die neuen Verfahren schrittweise einzuführen, internationale Standards umfassend anzuwenden und sicherzustellen, dass die Reformen in erster Linie die Qualität der medizinischen Versorgung und die Patientensicherheit verbessern.
UzA