Neue Initiativen zur Förderung der kulturellen Zusammenarbeit innerhalb der Schanghaier Organisation vorgeschlagen
Das 23. Treffen der Kulturminister der Mitgliedstaaten der Schanghaier Organisation (SOZ) findet derzeit in Cholpon-Ata in der Region Issyk-Kul in Kirgisistan statt. An der Veranstaltung nehmen Delegationen aus zehn Ländern teil.
Usbekistan wird durch Kulturminister Ozodbek Nazarbekov vertreten, der mehrere Initiativen zur Stärkung der kulturellen und humanitären Zusammenarbeit innerhalb der Organisation vorstellte.
Der Minister wies darauf hin, dass in den letzten Jahren innerhalb der Organisation aktiv Kulturtage, Konzerte, Ausstellungen, Filmfestivals, Konferenzen und kreative Austauschprogramme stattgefunden hätten. Als erfolgreiches Beispiel nannte er das Forum für interkulturellen Dialog der SOZ-Mitgliedstaaten und das SOZ-Volkskunstfestival, das vom 24. bis 25. Juni in Namangan stattfand. Die usbekische Seite schlug vor, den in Namangan ins Leben gerufenen interkulturellen Dialog als ständigen Mechanismus der Zusammenarbeit zu etablieren.

In der Rede wurden aktuelle Themen im Informationsbereich hervorgehoben. Ozodbek Nazarbekov wies auf die Zunahme von Gewalt, Hassreden und Desinformation in den sozialen Medien hin, ebenso wie auf die neuen Chancen und Gefahren, die mit den Fortschritten in den Technologien der künstlichen Intelligenz einhergehen.
In diesem Zusammenhang schlug die usbekische Seite Folgendes vor:
· die jährliche Durchführung eines Wettbewerbs „SOZ Cultural Content“ für junge Blogger, Regisseure und Schöpfer digitaler Inhalte;
· die Entwicklung und Verabschiedung von ethischen Leitlinien der SOZ für den Einsatz künstlicher Intelligenz in Kultur und Kunst;
· den Einsatz von Technologien der künstlichen Intelligenz zur Erstellung digitaler Darstellungen bedeutender historischer Persönlichkeiten und Nationalhelden der SOZ-Länder, wobei deren Vermächtnis anschließend durch virtuelle Museen, Animationsfilme, interaktive Unterrichtseinheiten und mehrsprachige digitale Plattformen gefördert werden soll;
· die Einrichtung eines Programms zum Erfahrungsaustausch für die Kreativwirtschaft.
Zum Abschluss seiner Rede betonte Ozodbek Nazarbekov, dass Kultur nach wie vor das wirksamste Mittel zur Stärkung von Freundschaft, Vertrauen und gegenseitigem Verständnis zwischen den Völkern sei.
N. Usmanova, UzA