Maßnahmen zur Ausweitung der Beteiligung des Privatsektors an der beruflichen Bildung geprüft
Präsident Shavkat Mirziyoyev nahm eine Präsentation über Maßnahmen zur Förderung der privaten beruflichen Bildung zur Kenntnis.
Die Ausbildung von Fachkräften mit aktuellem Wissen und aktuellen Fähigkeiten in verschiedenen Wirtschaftsbereichen sowie die Vermittlung von auf dem Arbeitsmarkt gefragten Berufen an die Bürger sind wichtige Faktoren für die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Steigerung der Haushaltseinkommen.
Daher wurde in den letzten Jahren besonderes Augenmerk auf die Reform des Berufsbildungssystems, die Anpassung der Lehrpläne an die Bedürfnisse der Arbeitgeber und die Ausweitung der Beteiligung des Privatsektors gelegt.

Im Rahmen der Präsentation wurden neue Maßnahmen zur Erweiterung der Möglichkeiten für den privaten Sektor bei der Erbringung berufsbildender Dienstleistungen erörtert.
Wie bereits erwähnt, soll in den nächsten drei Jahren durch die Erhöhung des Anteils des privaten Sektors die Zahl der nach internationalen Standards eingerichteten Ausbildungs- und Prüfungszentren von derzeit 50 auf 200 steigen, während die private berufliche Bildung jährlich 500.000 Menschen erreichen soll. Derzeit liegt diese Zahl bei 45.000.
Um dies zu erreichen, werden mehr als 300 Lehrpläne überarbeitet und an internationale Anforderungen angepasst. Mehr als 1.000 Lehrer und Berufsausbilder werden Fortbildungen absolvieren. Zur Finanzierung dieser Programme werden insgesamt 500 Milliarden UZS aus dem Beschäftigungsfonds bereitgestellt.

Bei der Präsentation wurden auch Vorschläge und Fragen erörtert, die bei Treffen mit Unternehmern aufgeworfen worden waren. Im Rahmen der Diskussionen sprachen die Unternehmer Themen wie Zoll- und Sozialabgabenbefreiungen für private Berufsbildungszentren, vergünstigte Darlehen, die Erstattung bestimmter Ausgaben, den Bau der Außeninfrastruktur für neue Gebäude auf Kosten des Staatshaushalts sowie die Möglichkeit an, Grundstücke in zinslosen Raten zu bezahlen und leerstehende Gebäude und Räumlichkeiten zu nutzen.
In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, private Berufsbildungseinrichtungen von Zöllen auf importierte Ausrüstung und Materialien, die für ihren Betrieb verwendet werden, zu befreien sowie den Sozialversicherungsbeitragssatz für ausländische Lehrkräfte, Fachkräfte und Berufsausbilder auf 1 % festzulegen.

Außerdem werden Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 7 Jahren und einer tilgungsfreien Zeit von 2 Jahren zur Verfügung stehen. Es ist geplant, 7 % des Zinssatzes für Darlehen zu erstatten, die für den Bau und die Renovierung von Gebäuden sowie für den Kauf der erforderlichen Ausrüstung aufgenommen wurden.
Darüber hinaus erstattet der Staat 50 % der Kosten für die Einstellung ausländischer Fachkräfte und qualifizierter Lehrkräfte. Eine Erstattung erfolgt zudem in Höhe von 30 % der Kosten für Geräte und Software zur Bewertung beruflicher Fähigkeiten sowie in Höhe von 50 % der Ausgaben für den Erwerb national und international anerkannter Berufsqualifikationsnachweise.
Gleichzeitig sind Unternehmer, die von diesen Anreizen und Fördermaßnahmen profitieren, verpflichtet, berufliche Ausbildungen zu organisieren und praktische Unterrichtseinheiten auf mindestens 60 % der Grundfläche der von ihnen errichteten oder angemieteten Gebäude durchzuführen.
Unternehmer erhalten die Möglichkeit, erworbene Grundstücke in zinslosen Raten über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren zu bezahlen, leerstehende staatliche Einrichtungen für mindestens fünf Jahre anzumieten und verfügbare Räumlichkeiten an Fachhochschulen kostenlos zu nutzen.
Zur Förderung der Entwicklung privater Berufsbildungseinrichtungen werden bis Ende des Jahres 100 Millionen US-Dollar für deren Ausstattung bereitgestellt. Ein Risikokapitalfonds in Höhe von 5 Millionen US-Dollar wird eingerichtet, um von Absolventen entwickelte Projekte zu unterstützen. Ab diesem Jahr werden jährlich 20 Milliarden UZS für das Programm „Berufsbildungsgutschein“ bereitgestellt.
Im Rahmen der Präsentation wurden zudem Pläne zur Gründung und Finanzierung des Verbandes privater Berufsbildungseinrichtungen sowie zur Schaffung eines „Skills Park“-Ökosystems erörtert. Es wurde angemerkt, dass eine permanente digitale Plattform für die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen eingerichtet werden sollte, um sektorbezogene Probleme zügig anzugehen.
Der Präsident billigte die vorgeschlagenen Maßnahmen und erteilte den für die Entwicklung der privaten Berufsbildung, die Anpassung der Lehrpläne an internationale Standards, die Ausbildung der Bevölkerung in gefragten Berufen sowie die Gewährleistung der effektiven Nutzung der für Unternehmer geschaffenen Möglichkeiten zuständigen Beamten konkrete Anweisungen.
UzA