Im Rahmen eines internationalen Bildungsprogramms werden in Nukus qualifizierte Fachkräfte ausgebildet
Präsident Shavkat Mirziyoyev informierte sich über die Aktivitäten der Technischen Schule Nr. 1 in Nukus.

Das Berufsbildungssystem in Usbekistan wird derzeit reformiert. Besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, junge Menschen mit modernen beruflichen Fähigkeiten auszustatten und Fachkräfte auszubilden, die sowohl auf dem heimischen als auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig sind.
Gemäß dem Präsidialbeschluss vom 17. Juli dieses Jahres „Über zusätzliche Maßnahmen zur Einführung von Programmen der sekundären Fach-, Berufs- und Hochschulbildung auf der Grundlage internationaler Bildungsstandards in der Republik“ wurde an der technischen Schule das britische Pearson-BTEC-Bildungsprogramm eingeführt.



Dieses weltweit in 70 Ländern eingesetzte Programm wurde in Usbekistan erstmals an dieser Fachschule eingeführt. Sein Hauptmerkmal ist die Verbindung von Theorie und Praxis. Zu diesem Zweck wurden moderne Ausbildungswerkstätten und digitale Labore eingerichtet, die den Bildungsstandards entsprechen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 11,9 Milliarden UZS, wovon 2 Milliarden UZS von Partnern bereitgestellt wurden. Dadurch konnten moderne Werkstätten mit einer Kapazität von 240 Plätzen eingerichtet werden. An der Fachschule sind 1.203 Schüler eingeschrieben.

Die Einrichtung erstreckt sich über ein 4 Hektar großes Gelände. Ihre Gebäude und Anlagen umfassen insgesamt 4.600 Quadratmeter. Die Einrichtung plant außerdem die Einführung der dualen Ausbildung, um Fachkräfte für die wichtigsten Wirtschaftssektoren der Region auszubilden. Absolventen des internationalen Programms erhalten Diplome, die in mehr als 70 Ländern anerkannt sind.
Unter Beteiligung des privaten Partners Salovutdin Ilyosov wurde zudem ein Spin-off-Bildungsprogramm ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms erlernen 136 Schüler moderne, gefragte Berufe. Die Kernfächer werden auf Englisch unterrichtet, und auch die Unterrichtsmaterialien werden auf Englisch bereitgestellt. Dies hilft den Schülern, sowohl Fachwissen als auch die Sprachkenntnisse zu entwickeln, die für die Arbeit in ihren gewählten Berufsfeldern erforderlich sind.
Die praktische Ausbildung erweitert die Chancen der Absolventen, im Ausland eine Anstellung zu finden. In diesem Jahr wurden 25 arbeitslose Bürger, die an der Fachschule eine Schweißerausbildung absolviert hatten, zur Arbeit nach Estland entsandt, wo ihre Monatsgehälter bis zu 3.000 € betragen können.

Darüber hinaus wurden Vereinbarungen getroffen, um die Fachkräfte auszubilden, die für ein im Aufbau befindliches Industriegebiet im Wert von 40 Millionen US-Dollar benötigt werden. Dies wird dazu beitragen, die Verbindungen zwischen Bildung und Industrie zu stärken und die Beschäftigung der Absolventen zu sichern.
Das Staatsoberhaupt verschaffte sich einen Überblick über die Bedingungen an der Fachschule. Dabei wurde die wachsende Nachfrage nach Fachkräften auf dem internationalen Arbeitsmarkt hervorgehoben. Es wurden Anweisungen erteilt, den Bildungsprozess so zu gestalten, dass die Bedürfnisse der Arbeitgeber berücksichtigt werden.
UzA