Grüne Energie erfordert qualifizierte Fachkräfte
Die zentralasiatischen Länder planen, bis zu 8 Gigawatt an neuen Solar- und Windkraftkapazitäten in Betrieb zu nehmen. Diese Information wurde von Experten während des Regionalen Ökologiegipfels in Astana, Kasachstan, bekannt gegeben.
Laut Energieexperten steht die Entwicklung erneuerbarer Energien in der Region vor einem zentralen Hindernis – dem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig wächst der Sektor der erneuerbaren Energien rasant: Im Jahr 2023 waren dort 16,2 Millionen Menschen beschäftigt, 2,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Etwa 44 Prozent der Arbeitsplätze entfallen auf den Solarenergiesektor. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Stromerzeugung 43 Prozent erreichen. Vor diesem Hintergrund planen die zentralasiatischen Länder, bis zu 8 Gigawatt an neuer Solar- und Windenergiekapazität in Betrieb zu nehmen. Das Tempo der Branchenentwicklung übersteigt jedoch bereits die Kapazitäten der Bildungs- und Ausbildungssysteme.
Im Rahmen einer vom Regionalen Umweltzentrum für Zentralasien in Zusammenarbeit mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und der GIZ organisierten Sitzung diskutierten Experten, welche Kompetenzen in den kommenden Jahren am stärksten gefragt sein werden, wie Bildungsprogramme an die tatsächlichen Marktbedürfnisse angepasst, die praktische Ausbildung gestärkt und gemeinsame Forschung sowie akademische Mobilität gefördert werden können.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Rolle des Privatsektors bei der Ausbildung von Arbeitskräften und der Einführung von Innovationen gelegt. Um die Bedeutung dieser Arbeit zu unterstreichen, wurden Kooperationsmemorandums zwischen technischen Hochschulen in Zentralasien und dem Regionalen Umweltzentrum für Zentralasien unterzeichnet. Dies wird den Grundstein für ein regionales System zur Ausbildung von Fachkräften, zur gemeinsamen Forschung und zur nachhaltigen akademischen Zusammenarbeit legen.
Roman Bondarchuk, UzA
Astana, Kasachstan