Die Präsidenten Usbekistans und der Republik Korea bekräftigen ihre Bereitschaft, die besondere strategische Partnerschaft auf eine neue Ebene zu heben
Während seines Aufenthalts in Seoul führte der Präsident der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, Gespräche mit dem Präsidenten der Republik Korea, Lee Jae Myung, zunächst im Rahmen eines Vier-Augen-Gesprächs und anschließend unter Beteiligung der offiziellen Delegationen.
Die Staatschefs erörterten den Ausbau und die Vertiefung der besonderen strategischen Partnerschaft zwischen Usbekistan und Korea.
Der koreanische Präsident hieß den Staatschef von Usbekistan herzlich willkommen und bezeichnete den Besuch als ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Beziehungen zwischen Usbekistan und Korea, die traditionell auf Freundschaft und gegenseitigem Respekt beruhen.

Präsident Shavkat Mirziyoyev betonte seinerseits, dass sich die Republik Korea im Laufe der Jahre zu einem verlässlichen Freund und zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner Usbekistans entwickelt habe.

In diesem Zusammenhang nahmen die Staatschefs mit Zufriedenheit das Wachstum im Handel und bei den Investitionen zur Kenntnis. In Usbekistan sind mehr als 700 Joint Ventures mit koreanischem Kapital tätig. Große Unternehmen wie Samsung, LG, Lotte, Young One, BOMI, KIA und viele andere sind auf unserem Markt vertreten.
Die gesamten koreanischen Investitionen in die usbekische Wirtschaft haben 8 Milliarden US-Dollar überschritten. Zu den Vorzeigeprojekten zählen die KIA-Fahrzeugproduktion in der Region Jizzakh, das Nationale Kinderkrankenhaus, der Ustyurt-Gaschemiekomplex am Surgil-Feld und viele weitere.

Dutzende von Projekten werden in Zusammenarbeit mit der Korea International Cooperation Agency, der Export-Import-Bank von Korea und dem EDCF in den Bereichen Gesundheitswesen, Industrie, IKT, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft, Energie, Infrastruktur sowie Bildung umgesetzt.

Während der Gespräche wiesen die Staatschefs auf die Notwendigkeit hin, die Kontakte zwischen den beiden Ländern auf der Ebene der Parlamente, Ministerien und Behörden, der regionalen Verwaltungen sowie der Wirtschaft zu intensivieren.

Präsident Shavkat Mirziyoyev skizzierte fünf Schwerpunktbereiche für den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Republik Korea.

Dazu gehören die Vertiefung der Handelsbeziehungen, die Steigerung der Investitionen sowie die Entwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen kritische Mineralien, Verkehr und Infrastruktur.
Im Anschluss an den aktuellen Besuch erreicht das Investitionsportfolio eine neue Größenordnung: Vielversprechende Projekte im Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar wurden vorbereitet. Ein Partnerschaftsprogramm mit der Korea Eximbank wurde verabschiedet.
Besonderes Augenmerk legten die Parteien auf den Aufbau einer starken Innovations- und Technologieallianz, die auf fortschrittlichen koreanischen Technologien sowie dem Ressourcen- und Industriepotenzial des neuen Usbekistans basiert.
Es wurde vorgeschlagen, den Schwerpunkt der Allianz auf Informationstechnologie, Cybersicherheit sowie fortschrittliche und digitale Technologien in den Bereichen Medizin, Gesundheitswesen und Arzneimittelindustrie zu legen.
Die Parteien bekundeten ihre Bereitschaft, die militärisch-technische Zusammenarbeit auszubauen, unter anderem durch den Ausbau behördenübergreifender Kontakte, die Organisation gemeinsamer Veranstaltungen und die Ausbildung von Militärexperten.
Die Staatschefs lobten das erste interregionale Forum, das am Vorabend des Besuchs stattfand, in höchsten Tönen und vereinbarten, das nächste Forum in Samarkand abzuhalten.
Während der Gespräche konzentrierten sich die Seiten auf die Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und berufliche Ausbildung.
Sie stellten mit Zufriedenheit fest, dass vier Zweigstellen südkoreanischer Universitäten in Usbekistan tätig sind, die hochqualifizierte Fachkräfte in den Bereichen Pädagogik, IT, Ingenieurwesen, digitale Technologien und anderen Schwerpunktbereichen der modernen Wirtschaft ausbilden.
Darüber hinaus sind in Usbekistan fünf mit Unterstützung der KOICA eingerichtete Berufsbildungszentren erfolgreich tätig, die jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten bieten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern und ihr Potenzial zu entfalten.
Beide Seiten hoben die wichtige Rolle des bilateralen Rektorenforums beim Austausch praktischer Erfahrungen in der Personalausbildung hervor.
Sie stellten fest, dass der kulturelle Austausch für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen von besonderer Bedeutung ist, da er das gegenseitige Verständnis vertieft und die freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Völkern stärkt.
Präsident Shavkat Mirziyoyev betonte, dass „die große koreanische Diaspora ein integraler Bestandteil der multinationalen Familie Usbekistans ist und als ‚geistige Brücke‘ zwischen unseren Ländern und Völkern dient“.
Um diese besonderen humanitären Bindungen weiter auszubauen, vereinbarten die Parteien, eine Deklaration für das Jahr 2027 als „Jahr der Kultur und des gegenseitigen Austauschs“ zu verabschieden und gemeinsame kulturelle und humanitäre Veranstaltungen durchzuführen.
Während der Gespräche bekräftigten die Seiten zudem ihre enge Übereinstimmung hinsichtlich der regionalen und internationalen Agenda.
UzA