Der Präsident Usbekistans legt neue Bereiche für die Zusammenarbeit mit ausländischen Investoren fest
Am 18. Juni leitete der Präsident der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, die nächste Plenarsitzung des Rates für ausländische Investoren im Internationalen Kongresszentrum.
An der Sitzung nahmen die Präsidentin der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Odile Renaud-Basso, Führungskräfte führender internationaler Unternehmen, Banken und Finanzinstitute sowie Vertreter führender internationaler Organisationen und Gremien teil, die Investorenräte in Zentralasien und im Kaukasus vertreten.

In seiner Ansprache vor den Teilnehmern stellte der Präsident fest, dass der dem Präsidenten unterstellte Rat in den letzten Jahren seine Rolle als wichtige Plattform zur Förderung praktischer Reformen und zur Stärkung des Dialogs zwischen dem Staat und der internationalen Wirtschaft gestärkt habe.

Nachdem der Rat den Status eines unabhängigen Verbandes erlangt hat, vereint er nun 85 Unternehmen, die 23 Wirtschaftssektoren des Landes vertreten. Dem Exekutivausschuss gehören die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die Asiatische Entwicklungsbank und die Internationale Finanz-Corporation an.

Ein konkretes Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die kontinuierliche Verbesserung des regulatorischen und rechtlichen Rahmens.
Unter Berücksichtigung der Vorschläge der Ratsmitglieder wurden Änderungen am Steuergesetzbuch vorgenommen, bestimmte Finanzvorschriften und Rechnungslegungsverfahren vereinfacht sowie eine Reihe von verbindlichen Anforderungen für ausländische Unternehmen, die die Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) anwenden, abgeschafft.

Gleichzeitig wird weiter daran gearbeitet, die nationale Gesetzgebung stärker an die internationale Praxis anzupassen.
Ein Gesetzentwurf über alternative Investmentfonds wurde ausgearbeitet, ein Programm zur Umsetzung von Standards für verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln wurde entwickelt, und technische Vorschriften werden derzeit an internationale Anforderungen angepasst.

Darüber hinaus hat Usbekistan den Prozess des Beitritts zur OECD-Deklaration über internationale Investitionen und multinationale Unternehmen eingeleitet. Der nächste Schritt wird die Verabschiedung eines Verfassungsgesetzes über das Internationale Finanzzentrum Taschkent sein.
Die Aktivitäten der Facharbeitsgruppen des Rates sind systematischer geworden. In der vergangenen Zeit fanden mehr als 50 Sitzungen zu Themen statt, die die Entwicklung der Finanzmärkte, die Verbesserung der Sicherheitenrecht, verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln, die Steuerverwaltung, den Energiesektor, die Landverwaltung, die berufliche Ausbildung sowie weitere Bereiche von gemeinsamem Interesse für den Staat und die Investoren betrafen.

Die Vorbereitungen für die aktuelle Sitzung ermöglichten die Ausarbeitung eines neuen Pakets von Initiativen, die von ausländischen Partnern vorgeschlagen wurden.
Die 120 eingegangenen Vorschläge wurden zu sieben Schwerpunktbereichen zusammengefasst, die die Verbesserung des Investitionsklimas, der Steuer- und Katastersysteme, des Banken- und Finanzsektors, der Unternehmensführung, des Energiesektors sowie die Entwicklung künstlicher Intelligenz und der digitalen Wirtschaft umfassen.

Besondere Aufmerksamkeit galt Vorschlägen zur weiteren Liberalisierung der Devisenregulierung, zur Einführung moderner Finanzinstrumente – darunter islamische Versicherungsformen und Mechanismen für grüne Kredite –, zur Entwicklung des Marktes für Bankaktiva sowie zur breiteren Anwendung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien (ESG).
Es wurden praktische Lösungen erarbeitet und für jeden Bereich die zuständigen Stellen benannt.

Präsident Shavkat Mirziyoyev stellte fest, dass der Rat nach wie vor eine wirksame Plattform für einen offenen Dialog darstellt, auf der unternehmerische Initiativen in die staatliche Politik umgesetzt werden.
In diesem Zusammenhang betonte der Präsident, wie wichtig es sei, den direkten Austausch mit internationalen Investoren aufrechtzuerhalten und die Feedback-Mechanismen zu verbessern.

Im Anschluss an die Sitzung wies der Präsident an, alle Vorschläge in einem einzigen Fahrplan mit konkreten Umsetzungsfristen und Überwachungsmechanismen zusammenzufassen.
Die für das Investitionsportfolio zuständigen Regierungsmitglieder werden dem Präsidenten vierteljährliche Berichte über die Umsetzung des Fahrplans vorlegen.
Die Sitzungsteilnehmer bekräftigten ihr Interesse am Ausbau der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit und an der Umsetzung gemeinsamer Initiativen zur Stärkung der Investitionsattraktivität, des nachhaltigen Wirtschaftswachstums und der erfolgreichen Fortsetzung der Reformen im Neuen Usbekistan.
Die Plenarsitzung wurde mit thematischen Vorträgen, Stellungnahmen der Teilnehmer und einer Frage-und-Antwort-Runde mit den Ratsmitgliedern fortgesetzt.
UzA