Das Staatsoberhaupt besichtigte die in Quva eingesetzte Agrivoltaik-Technologie
Während eines Besuchs in der Region Fergana machte sich Präsident Shavkat Mirziyoyev mit einem landwirtschaftlichen Komplex im Bezirk Quva vertraut, in dem Agrivoltaik-Technologie zum Einsatz kommt.
Angesichts des steigenden Energieverbrauchs in der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft wird in Usbekistan besonderes Augenmerk auf den Ausbau der Kapazitäten für grüne Energie gelegt. Agrivoltaik ermöglicht den gleichzeitigen Anbau von Nutzpflanzen und die Stromerzeugung auf derselben Fläche mithilfe von Solarmodulen.

Dieser Ansatz ist in Usbekistan, wo es viele Sonnentage gibt, besonders effektiv. Schätzungen zufolge verfügt dieses Gebiet in Usbekistan über ein Potenzial von 10 Gigawatt. Die Module spenden den Pflanzen Schatten, tragen zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit bei und senken den Wasserverbrauch. Im Gegenzug sorgen die Pflanzen für eine optimale Bodentemperatur und steigern die Effizienz der Solarmodule.
In dem Komplex wurden zudem fortschrittliche wassersparende Technologien eingeführt. Insbesondere kommt ein Sprinklerbewässerungssystem zum Einsatz, das auf einer Technologie des österreichischen Unternehmens Bauer basiert. Es gewährleistet eine gleichmäßige Wasserverteilung auf den Feldern, trägt zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit bei, ermöglicht eine gezielte Düngung und steigert die Ernteerträge.

Diese Technologie wurde zuvor in landwirtschaftlichen Betrieben des Landes getestet und erwies sich als äußerst effizient: Der Wasserverbrauch sank um 40 Prozent, der Düngemitteleinsatz um 35 Prozent und der manuelle Arbeitsaufwand um 90 Prozent, während die Erträge um 25 Prozent stiegen.
Der 110 Hektar große Komplex vereint intensiven Gartenbau, Viehzucht und Aquakultur. Er ist einer der ersten Agrarkomplexe des Landes, der erneuerbare Energiequellen und wassersparende Technologien einsetzt.

Insgesamt wurden auf dem Gelände 10.000 Solarmodule installiert. Sie erzeugen nicht nur Strom, sondern tragen durch die Beschattung der Pflanzen auch dazu bei, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Der Strom wird zur Sauerstoffanreicherung der Fischzuchtteiche genutzt, während das mit Mineralien angereicherte Wasser aus diesen Teichen zur Bewässerung von Weinbergen und Obstgärten geleitet wird.
Auch im Viehzuchtbereich wurde ein vernetztes System etabliert: Das Vieh wird im Schatten der Solarmodule gehalten, mit Gras aus dem Obstgartenbereich gefüttert, und organische Düngemittel werden zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt. So werden Energie, Wasser, Futter und Düngemittel in einer einzigen, effizienten Kette integriert.

Ein solches System ermöglicht doppelte Erträge aus dem Land, senkt die Produktionskosten und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem aber steigert es die Einkommen der Landwirte, schafft neue Arbeitsplätze und stärkt die lokale Wirtschaft.
Heute baut der Agrarkomplex die exportorientierte Rebsorte „Avatar“ an, hält reinrassiges Rinder- und Schafbestände und hat einen intensiven Aquakulturbetrieb aufgebaut. Dadurch sind die Einkommen von mehr als 100 Familien gestiegen, und 350 Menschen haben eine Beschäftigung gefunden. Das Exportvolumen beläuft sich auf 2,5 Millionen Dollar.

Nun soll dieses nicht nur für das Land, sondern für die gesamte Region einzigartige Projekt auf 2.000 Hektar in 13 Regionen des Landes ausgeweitet werden.
Nach der Besichtigung der Aktivitäten im Komplex beobachtete der Staatschef auch die Verarbeitung und Überwachung der Ernten mithilfe von Agrardrohnen.

UzA