Arbeitsmigration: Neue Ansätze vom Taschkent-Forum
Am 18. und 19. Mai diente Taschkent als wichtige Plattform für die Erörterung von Fragen im Zusammenhang mit der internationalen Arbeitsmigration.
Das erste Internationale Migrationsforum in Taschkent zum Thema „Sozialer und rechtlicher Schutz von Arbeitsmigranten und ihren Familienangehörigen“ befasste sich mit Fragen von regionaler und internationaler Bedeutung.
An der Veranstaltung nahmen fast 600 Fachleute aus Zentralasien, Europa, Asien und den Vereinigten Staaten teil.
Ziel des Forums war die Förderung einer sicheren, geordneten und legalen Arbeitsmigration.
Im Rahmen der Diskussionen, an denen Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft teilnahmen, wurde die Rolle der Migration im wirtschaftlichen und sozialen Prozess analysiert.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die systematische Organisation der Arbeitsmigration, die Ausweitung legaler Migrationswege, den Schutz der Rechte von Arbeitsmigranten, die Stärkung ihrer sozialen Absicherung, die Verbesserung der beruflichen und sprachlichen Ausbildung sowie die Anpassung der Migranten an das Arbeits- und Sozialumfeld des Aufnahmelandes gelegt.
Im Rahmen der Konferenz wurden praktische Maßnahmen beschlossen. Insbesondere wurde die Eröffnung des INTIL International Center for Language and Vocational Training in Taschkent als praktischer Ausdruck eines neuen Ansatzes zur Arbeitsmigration gewertet. Solche Zentren tragen zur Entwicklung der Arbeitsmigration bei, die auf dem Prinzip der „Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte“ basiert, anstatt auf dem Modell des „Arbeitsexports“.
Im Anschluss an das Forum schloss die Migrationsbehörde des Ministerkabinetts der Republik Usbekistan etwa 20 Vereinbarungen mit großen ausländischen Arbeitgebern. Die Dokumente zielen darauf ab, die Mechanismen der Arbeitskräftemobilität zu verbessern und sie transparenter, stabiler und für beide Seiten vorteilhafter zu gestalten.
Dilshod Hakimov, UzA